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    Muskuloskelettales Centrum Würzburg

    Das Land Bayern und die EU fördern die Entwicklung eines Zentrums für Bewegungsforschung in der Orthopädie

    Header des Zentrums für Bewegungsforschung

    Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie zusammen mit dem Ministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst fördert die Bewegungsforschung an der Universität Würzburg, speziell am Lehrstuhl Orthopädie und der Klinik für Orthopädie im König-Ludwig-Haus, in den nächsten drei Jahren mit einem Betrag von 1,5 Mio €. Zusammen mit Eigeninvestitionen werden auf diese Weise etwa 3 Mio € frei für die Einrichtung eines Zentrums für Bewegungsforschung. In Anwesenheit von Universitätspräsident Prof. Alfred Forchel überreichte der Präsident der Regierung von Unterfranken Dr. Paul Beinhofer die Bewilligungsbescheide für drei Projekte, die über Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (http://www.efre-bayern.de) gefördert werden, ein Projekt zur Bienenforschung aus dem Biozentrum, ein Projekt zur Beobachtung von Meteoriten aus dem Lehrstuhl für Informatik VIII und das Projekt zur Bewegungsforschung. Für das Projekt aus der Orthopädie nahmen Forschungsleiter Prof. Dr. Franz Jakob, die Geschäftsführerin des neuen Zentrums Frau Dr. Sigrid Mueller-Deubert und der Krankenhausdirektor des König-Ludwig-Hauses Harald Schloegel den Bescheid entgegen. Wir übermitteln hiermit die offizielle Pressemeldung der geförderten Einrichtung zusammen mit den Glückwünschen des MCW.

    Das Zentrum für Bewegungsforschung am Lehrstuhl Orthopädie und der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus - eine Drehscheibe schnellen Technologie-Transfers

    Zwei springende Frauen am Strand

    Lokomotion und Kognition ermöglichen dem Menschen ein selbstbestimmtes und unabhängiges Dasein. Körperliche Bewegung und geistige Leistungsfähigkeit sind wechselweise eng miteinander verknüpft. Defizite in Kognition und Lokomotion bedingen Abhängigkeit und belasten unsere Solidar-Systeme für Gesundheit und Pflege. Sie werden im Zuge der demographischen Entwicklung mit zunehmender Lebenserwartung häufiger und die soziale und individuelle Last wird größer. Alters-assoziierte Erkrankungen unseres Lokomotions-Systems Muskel, Knochen und Gelenke sind die Arthrose, die Osteoporose und der Muskelschwund, mit Blick auf das kognitive System sind es die verschiedenen Formen der Demenz, die Angsterkrankungen und die Depression.

    Die direkten Krankheitskosten für die beiden Segmente betragen etwa 28 % der Gesamtausgaben der BRD für Gesundheit, somit ca. 70 Mrd. € im Jahr. Investitionen in die Forschung und Entwicklung von Strategien zur bevölkerungsweiten Prävention sind daher von äußerster Dringlichkeit.

    Frau im Einbeinstand (Gleichgewichtsübung) am Strand bei Sonnenuntergang

    Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hat nun die Vergabe von 1,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) an die Universität Würzburg bewilligt. Mit einem Eigenanteil von weiteren 1,5 Millionen Euro ist es nun möglich, in den nächsten drei Jahren ein Zentrum für Bewegungsforschung einzurichten, weiter auszubauen und mittelfristig zu verstetigen. Hier werden neue Technologien der Prävention und Therapie degenerativer Muskuloskelettaler Erkrankungen entwickelt, die in enger Kooperation besonders mit mittelständischen Unternehmen im Sinne des schnellen Technologietransfers in die Translation überführt werden. Die Partner nehmen teil und wirken mit am Erkenntnisgewinn zur Entwicklung neuer Produkte und für die gesundheitliche Betreuung der eigenen Belegschaft. Im Zentrum für Bewegungsforschung sollen Universitäts- und Industriepartner zukunftsfähig verbunden werden. In der Forschung werden die Bereiche Lebenswissenschaften, Biotechnologie und Computertechnologie mit der Medizin verbunden und neue Wege beschritten. Die Leistungen im Rahmen des Technologie-Transfers (z.B. Entwicklung von Biomarkern, Evaluation von Diagnose- und Trainingsgeräten, von Computer-gestützte Interventionsprogrammen und von neuen multimodalen und medikamentösen Therapien) werden unmittelbar in der Bewältigung der mit der zunehmenden Lebenserwartung verbundenen Probleme in der Bevölkerung wirksam. Sie finden Anwendung in der individualisierten Primärprävention und der gesunden Lebensweise, im Breiten- und Leistungs-Sport und in der Rehabilitation nach Verletzungen und Erkrankungen. Sie unterstützen neue Strategien zum erfolgreichen und gesunden Altern, sie erhalten Unabhängigkeit und vermindern damit die individuelle und die gesellschaftliche Krankheitslast im höheren Alter.

    Das Projekt ist aus dem Forschungsverbund FORMOsA der Bayerischen Forschungsstiftung entstanden. Dort wurde ein ähnliches Konzept verfolgt. Mit Hilfe der EFRE-Mittel kann es nun weiterentwickelt werden, das entstandene bayerische Kompetenz-Netzwerk kann aufrechterhalten und ausgebaut werden. In Würzburg herrschen besonders günstige Rahmenbedingungen, da hier die enge Verbindung mit dem MCW und dem Fraunhofer-Translationszentrum gegeben ist. Das Zentrum für Bewegungsforschung wird als Kristallisationskeim für weitere versorgungsrelevante Studien dienen, besonders da auch weitere Fakultäten wie die Fakultäten für Humanwissenschaften, Chemie und Pharmazie und Mathematik und Informatik mit eingebunden werden.

    Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung - EFRE zählt zu den Strukturfonds der Europäischen Union.

    Das Ziel "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" verfolgt die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Regionen sowie der Beschäftigung durch Antizipation des Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Kohäsions- und Strukturpolitik ist mit ungefähr einem Drittel des EU-Budgets einer der zentralen Politikbereiche der Europäischen Union. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen in den verschiedenen europäischen Regionen durch Investitionen in zentrale Handlungsfelder zu verbessern. Die dafür notwendigen Finanzmittel stellt die Europäische Union über verschiedene Strukturfonds bereit. Einer dieser Fonds ist der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

     

     

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