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    Muskuloskelettales Centrum Würzburg

    IZKF Nachwuchsgruppe Geweberegeneration für muskuloskelettale Erkrankungen

    verschiedene Bilder aus Geweberegeneration muskuloskelettaler Erkrankungen


    Die 2017 gegründete IZKF Nachwuchsgruppe beschäftigt sich unter der Leitung von Dr. Marietta Herrmann (zum Wissenschaftsprofil) mit grundlegenden Mechanismen der Geweberegeneration im Kontext von muskuloskelettalen Erkrankungen. In enger Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern des MCW werden drei Forschungsschwerpunkte bearbeitet:


    Der Einfluss der Mikroumgebung auf Stammzelleigenschaften
    Mesenchymale Stammzellen (MSC) residieren in der perivaskulären Nische in diversen adulten Geweben und spielen bei der Reparatur und Regeneration von verletztem Gewebe eine wichtige Rolle. Zurzeit sind die Mechanismen, durch die MSC auf ihre Umgebung reagieren noch unzureichend erforscht worden. Dies schließt die Interaktion mit gewebeständigen Zellen im gesundem Gewebe sowie eine Adaption auf etwaige pathogenetische Situationen ein. In diesem Zusammenhang hat die Forschung der letzten Jahre aufgezeigt, dass MSC spezifisch auf Veränderungen in ihrer Mikroumgebung reagieren können und beispielsweise in einem pro-inflammatorischen Milieu einen pro-regenerativen Phänotyp annehmen. Solche immun-modulatorische Eigenschaften von MSC sowie deren Rolle in der Geweberegeneration werden einen wichtigen Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe darstellen.

    Zelltherapien für die Behandlung muskuloskelettaler Erkrankungen
    Im Bereich der Zelltherapien existiert zurzeit eine große Diskrepanz zwischen präklinischer Forschung und der klinischen Anwendung. Die meisten in vitro Arbeiten und Tierstudien erzielen zwar vielversprechende Ergebnisse, verwenden aber Stammzellen (meist MSC), die zuvor in vitro expandiert und/oder kryokonserviert wurden. Im Gegensatz dazu werden in der klinischen Routine oft Knochenmarkkonzentrate verwendet, die intraoperativ entnommen und transplantiert werden. Solche Konzentrate sind in Bezug auf ihre Zusammensetzung wenig erforscht und MSCs machen nur einen kleinen Anteil der enthaltenen Zellen aus. Die Charakterisierung von Knochenmarkkonzentraten sowie die Entwicklung von verbesserten Zelltherapien sind das Ziel dieses Forschungsschwerpunktes.

    Stimulation endogener Repaturmechanismen
    Die Entnahme von Knochenmarksstammzellen erfordert einen zusätzlichen operativen Eingriff, welcher mit Komplikationen verbunden sein kann. Zudem verwendet die Großzahl der zurzeit beschriebenen Zelltherapien in vitro kultivierte Zellen, was mit hohen Kosten und Sicherheitsrisiken assoziiert ist und zu einer erheblichen Hürde bei der Zulassung führt. Aus diesem Grund sind Behandlungsstrategien, welche auf die Stimulation endogener Zellen abzielen von besonderem Interesse. Solche Strategien zur Stimulation des regenerativen Potenzials endogener Zellen sowie endogener Reparaturmechanismen sollen hier erforscht werden.


    Kontakt:
    Dr. Marietta Herrmann

     

     

     

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